Revanche geglückt: Volleys Marburg-Biedenkopf triumphieren über Mainz-Gonsenheim

Volleys Marburg-Biedenkopf – TGM Mainz-Gonsenheim 3:1 (23:25, 25:12, 25:14, 25:20)

Die Volleys Marburg-Biedenkopf haben einen weiteren wichtigen 3:1-Sieg eingefahren. In der Regionalliga Südwest bleibt die Lage dennoch hochspannend: Da das gesamte Tabellenmittelfeld punkte-technisch eng beisammen liegt, kämpft fast die halbe Liga gegen das „Abstiegsgespenst“.

Ein Schlagabtausch zum Auftakt

Hatten die Gonsenheimerinnen das Hinspiel noch klar dominiert, drehte das junge Team aus dem Talentzentrum Marburg-Biedenkopf in heimischer Halle den Spieß um. Dennoch war der Start holprig: Zwar schien die frühe 5:1-Führung der Volleys die Marschrichtung vorzugeben, doch der Vorsprung schmolz im Satzverlauf dahin.

Dabei war das spielerische Element bereits überzeugend: Das Zusammenspiel zwischen Zuspielerin Marie Manthei und Mittelangreiferin Amelie Grünefeld funktionierte perfekt – die Hälfte aller Angriffspunkte wurde per Schnellangriff aus der Annahme erzielt. Diesem Feuerwerk konnten die Mainzerinnen zunächst nur mit massivem Aufschlagdruck Einhalt gebieten. Mit Erfolg: Die Volleys wurden in der „Crunch Time“ gestellt und mussten den ersten Satz mit 23:25 abgeben.

Die Wende: Defensive Stabilität und variables Spiel

Nach dem Satzverlust zündete bei den Volleys die nächste Stufe. Mit Luisa Papritz in der Startaufstellung stabilisierte sich der Annahmeriegel um Tessa Moog und Libera Isabell Krawat derart, dass sie bis zum Spielende keinen einzigen Annahmefehler mehr zuließen. Dank dieser Präzision konnte Marie Manthei die Bälle nach Belieben über die gesamte Netzbreite verteilen und die gegnerischen Blockspielerinnen „hinterherlaufen“ lassen. Gepaart mit druckvollen Aufschlägen und einer starken Feldabwehr erarbeiteten sich die Volleys die nötigen Breakpunkte, um den zweiten und dritten Satz deutlich mit 25:12 und 25:14 zu dominieren.

Mit „Flow“ zum Heimsieg

Mit breitem Kreuz und spürbarer Spielfreude starteten die Gastgeberinnen in den vierten Durchgang. Die Volleys blieben im „Flow“: Leonie Sperling punktete souverän und Josefine Mentrup schmetterte den Ball spektakulär über den gegnerischen Block ins Feld. 

Trotz einer 10:5-Führung wurde es kurzzeitig hektisch, als eine Serie von Eigenfehlern den Gonsenheimerinnen den 10:10-Ausgleich bescherte. Doch die Volleys fingen sich rasch. Trainer Volkmar Hauf zeigte sich in dieser Phase besonders erfreut darüber, wie gut sein Team das Spiel der Gäste „gelesen“ hatte. Neben der stabilen Annahme war es vor allem die Block- und Feldabwehr, die Mainz entnervte. Insgesamt fünfmal punkteten die Volleys direkt per Block. Als schließlich Tessa Moog – die kleinste Spielerin auf dem Feld – die stärkste Angreiferin der TGM direkt abblockte, war der Jubel riesengroß. Der 25:20-Satzsieg und damit der verdiente Heimerfolg ließen sich nicht mehr aufhalten.

Es spielten: Amelie Reisz, Isabell Krawat, Tessa Moog, Josefine Mentrup, Marie Manthei, Leonie Sperling,  Nele Scholand, Amelie Grünefeld, Luisa Papritz, Lucia Werner, Helin Tokcan, Nele Güttler

Fotos: Lars Hinter – Hier findet ihr alle Fotos. Instagram: https://www.instagram.com/lh_sportfotografie/

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