TSVgg Stadecken-Elsheim – Volleys Marburg Biedenkopf 3:0 (-12, -24, -17)
Die Saison der Volleys Marburg-Biedenkopf in der Volleyball-Regionalliga Südwest bleibt eine Achterbahnfahrt. Nach dem emotionalen Höhenflug beim letzten Heimspiel, als der Tabellenzweite sensationell bezwungen wurde, folgte am Sonntag in Stadecken-Elsheim die ernüchternde Talfahrt. Die 0:3-Niederlage war deutlich und ließ wenig Raum für Schönreden – zu viele Dinge passten nicht zusammen.
Schon der Auftakt verlief nicht nach den Vorstellungen der Volleys. Nach wenigen Minuten stand es 14:5 für die Gastgeberinnen. Nicht die überragende Stärke des Gegners war entscheidend, sondern die Fehlerquote der Volleys: wackelige Annahmen, direkte Angriffsfehler und fehlende Lösungen gegen den konstanten Aufschlagdruck. Acht eigene Angriffsfehler machten den Satz zum Selbstläufer für Stadecken, das routiniert und unspektakulär agierte. Das 12:25 war die logische Folge.
Mit der Hereinnahme von Louisa Papritz stabilisierten sich Annahme und Angriff. Zuspielerin Nele Scholand bekam mehr Optionen und setzte vor allem Josefine Mentrup wirkungsvoll ein. Plötzlich lief es: Die Volleys führten 9:3 und hielten den Vorsprung bis in die Crunch-Time. Doch Stadecken blieb cool, glich Punkt für Punkt aus und nutzte beim 24:24 die erste Gelegenheit zum Satzgewinn – 26:24. Ein Satz, der zeigte, dass die Volleys durchaus mithalten können, wenn die Basics stimmen.
Nach dem bitteren Satzverlust war der Widerstand gebrochen. Die Volleys fanden nicht mehr ins Spiel, wirkten müde und ideenlos. Stadecken zog sein Programm durch und sicherte sich mit 25:17 den klaren 3:0-Erfolg.
„Berg- und Talfahrten sind mental anstrengend“, resümierte Trainer Volkmar Hauf. Die Umstellungen in der Startformation – bedingt durch Krankheitsausfälle – erklären die Niederlage nur teilweise. Vielmehr fehlte die Konstanz, die in dieser Liga den Unterschied macht.
Doch die Achterbahnfahrt ist noch nicht zu Ende: Am kommenden Sonntag (16 Uhr) wartet in der Sporthalle der Lahntalschule Biedenkopf das Derby gegen den TV Waldgirmes. Dort wollen die Volleys die nächste Bergfahrt starten und mit einem Sieg wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln. Die Unterstützung der Fans könnte dabei entscheidend sein.
Es spielten: Luisa Papritz, Amelie Reisz, Nele Güttler, Nele Scholand, Emma Bögel, Amelie Grünefeld, Isabell Krawat, Tessa Moog, Josefine Mentrup