Volleys Marburg-Biedenkopf – TV Waldgirmes II (25:17, 25:20, 25:20)
Zum Abschluss der Hinrunde haben die Volleys Marburg-Biedenkopf den Sprung vom Tabellenende geschafft. Mit einem überzeugenden 3:0-Erfolg im Mittelhessenderby gegen den TV Waldgirmes zeigten die Volleys begeisternden Volleyball und belohnten sich mit drei wichtigen Punkten.
Von Beginn an legten die Gastgeberinnen los wie die Feuerwehr: Mit 6:0 und 10:3 starteten die Volleys entschlossen in ihr letztes Heimspiel des Jahres. Waldgirmes wurde mit druckvollen Aufschlägen, variantenreichen Angriffen und erfolgreichen Blockaktionen regelrecht überrollt. Zuspielerin Nele Scholand verteilte die Bälle clever am Netz, sodass die Gäste kein Gegenmittel fanden. Der erste Satz ging souverän mit 25:17 an die Volleys.
Im zweiten Durchgang entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel. Beide Teams schenkten sich nichts, doch die Volleys verloren ihren Aufschlagrhythmus und verpassten wichtige Breakpunkte. Waldgirmes nutzte die drucklose Phase und setzte sich auf 12:9 ab. Ein Doppelwechsel brachte die Wende: Marie Manthei übernahm das Zuspiel, Josefine Mentrup kam auf die Diagonalposition. Entscheidend war jedoch die starke Feldabwehrleistung, angeführt von Libera Isabell Krawatt und einer quirligen Marie Manthei, die die geretteten Bälle präzise zu den Angreiferinnen brachte. Die langen, sehenswerten Ballwechsel entschieden die Volleys zunehmend für sich. Waldgirmes lief sich gegen die Abwehr müde und konnte den Angriffsdruck nicht aufrechterhalten. Mit einem Zwischenspurt zum 15:12 und sicherem Spiel bis zum 25:20 machten die Volleys den zweiten Satz perfekt.
Auch im dritten Satz behielten die Gastgeberinnen die Kontrolle. Aus einer stabilen Annahme und überragender Feldabwehr heraus erarbeiteten sich die Volleys immer wieder kleine Vorsprünge. Josefine Mentrup und Amelie Grünewald punkteten nach schnellen Zuspielen und entlasteten den Außenangriff, wo sich Luisa Papritz mutig zeigte und insgesamt 17 Angriffspunkte beisteuerte. Eine weitere Schlüsselrolle spielte Libera Isabell Krawatt, die als „Blockversicherung“ alle abgewehrten Bälle im Spiel hielt und so den zweiten oder dritten Angriff vorbereitete.
Einige Aufschlagfehler verhinderten, dass die Volleys den Sack früher zumachten. Doch so ist es im Volleyball: Der Aufschlag ist Ausgangspunkt für den Sieg – birgt aber auch Risiko. Amelie Reisz, mit vier Assen die erfolgreichste Aufschlägerin der Volleys, weiß ein Lied davon zu singen. Am Ende reichte es dennoch für ein verdientes 25:20 im dritten Satz und einen gefeierten Sieg am dritten Adventssonntag.
Es spielten: Leonie Sperling, Luisa Papritz, Amelie Reisz, Nele Scholand, Emma Bögel, Amelie Grünefeld, Marie Manthei, Isabell Krawat, Tessa Moog, Josefine Mentrup