Krimi in fünf Akten: VMB bezwingen Neuwied im Tie-Break

Volleys Marburg-Biedenkopf – VC Neuwied 3:2 (25:17,22:25,24:26,25:22,16:14)

Die Formkurve der Volleys Marburg-Biedenkopf zeigt weiter steil nach oben. In einem hochdramatischen Heimspiel gegen den VC Neuwied behielten die Gastgeberinnen am Ende mit 3:2 die Oberhand und halten damit den Anschluss an das hart umkämpfte Mittelfeld der Regionalliga.

Es war ein Spiel, das alles hielt, was sich Volleyball-Feinschmecker erhoffen: Lange Ballwechsel, spektakuläre Abwehraktionen und eine Dramaturgie, die bis zum letzten Punkt fesselte. Trainer Volkmar Hauf zeigte sich nach der Partie besonders über die Rückkehr zu alten Tugenden erfreut: „Annahme und Feldabwehr glänzen wieder. Alles greift ineinander und wir generieren aus schwierigen Situationen wieder Angriffsmöglichkeiten, die wir zunehmend erfolgreicher lösen.“

Ein Auftakt nach Maß

Dass die Volleys hellwach in die Partie starteten, verdankten sie unter anderem Zuspielerin Marie Manthei. Mit präzisem Auge ließ sie die gegnerischen Blockreihen ins Leere laufen. Die Lücken nutzten Amelie Grünefeld im Schnellangriff und Josefine Mentrup auf der Diagonalposition eiskalt aus. Mit einem deutlichen 25:17 im ersten Satz setzten die Gastgeberinnen ein klares Ausrufezeichen.

Doch der VC Neuwied erwies sich als zäher Gegner. Die Gäste passten ihr Block- und Abwehrverhalten an, wodurch der „Angriffsmotor“ der Volleys ins Stottern geriet. Trotz einer starken Phase von Mannschaftsführerin Leonie Sperling, die das Team nach einem 3:8-Rückstand wieder auf 17:17 heranführte, ging der zweite Durchgang mit 22:25 verloren.

Nervenschlacht und „Crunchtime“

Der dritte Satz glich einer Achterbahnfahrt. Neuwied zog auf 10:6 davon, bevor Amelie Reisz mit einer Serie von drei direkten Assen die Wende einleitete. Die Volleys zogen auf 15:10 davon, doch die Gäste ließen sich nicht abschütteln. Beim Stand von 24:23 vergaben die Volleys den Satzball – Neuwied konterte eiskalt und holte sich den Satz mit 26:24.

Mit dem Rücken zur Wand bewiesen die Volleys jedoch außergewöhnliche Moral. Libera Isabell Krawat und Tessa Moog „kratzten alles vom Boden“, was ihnen entgegenflog. In der entscheidenden Phase, der „Crunchtime“, bewies Trainer Hauf ein glückliches Händchen: Ein Doppelwechsel brachte die Entscheidung. Zuspielerin Nele Scholand bediente Nele Güttler, die zum 22:22 ausglich. Erneut war es Amelie Reisz, die mit zwei Assen vorlegte, bevor Nele Güttler mit einer „krachenden Blockaktion“ den 25:22-Satzgleichstand besiegelte.

Entscheidung im Tie-Break

Der fünfte Satz war Spannung pur. Die Volleys führten bereits mit 13:10, ließen Neuwied aber noch einmal auf 13:13 herankommen. In dieser nervenaufreibenden Schlussphase war es schließlich Tessa Moog, die im Angriff den ersten Matchball vorbereitete und Leonie Sperling die den viel umjubelten 16:14-Sieg mit einem Ass perfekt machte.

Es spielten:  Amelie Reisz, Nele Güttler, Emma Bögel, Isabell Krawat, Tessa Moog, Josefine Mentrup, Marie Manthei, Leonie Sperling,  Nele Scholand, Amelie Grünefeld, Emilia Adam

Fotos: Lars Hinter – Hier findet ihr alle Fotos. Instagram: https://www.instagram.com/lh_sportfotografie/

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